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Mittwoch, 29. Dezember 2010

[Rezension] Dein Blut für ewig von Michaela F. Hammesfahr

Der charismatische Kilian Ravenstein und die junge Pädagogik Studentin Anne begegnen sich, dass erste mal auf einer Party. Kilian der seid kurzem von Mona getrennt ist, was bei seinen Eltern auf massives Unverständnis stößt, ist wie berauscht von Annes Duft und will sie daher kennenlernen.

Auch Anne ist Kilian nicht abgeneigt, was sie allerdings nicht weiß, Kilian ist kein Mensch sondern ein Sanguisorbier, ein menschenähnlicher Parasit, der sich von menschlichem Blut ernährt.

Langsam lernen Anne und Kilian sich kennen und auf beiden Seiten macht sich das Gefühl der Verliebtheit breit. Eine Beziehung zu Anne ist Kilian allerdings per Gesetz des Rates der Sanguisorbier verboten, da nur Ehen und Beziehungen innerhalb der Rasse zugelassen sind. Ebenfalls darf Kilian keinesfalls das Blut eines weiblichen Menschen trinken, ein Sanguisorbier darf nur das Blut eines gleichgeschlechtlichen Menschen zu sich nehmen, da der Sanguisorbier sowie der Mensch, sonst Schäden davon tragen könnten.

Auch Mona wacht eifersüchtig über Kilian, auch wenn sie vor ihm so tut als sei sie seiner Meinung und das Ende der Beziehung das einzig Sinnvolle ist, so ist sie doch insgeheim sehr verliebt und hofft das Kilian zu ihr zurückkehrt. Da ihre Primärspenderin unglücklicherweise verstorben ist und so die Möglichkeit ein Baby zu bekommen in weiter ferne gerückt ist, setzt sie auf die Zeit die Kilian zurück in ihre Arme treibt.

Trotz aller Verbote und Gefahren vertieft sich die Beziehung zwischen Anne und Kilian und Kilian bricht eines der wichtigsten Gesetze und trinkt Annes Blut. Was Kilian nicht ahnen konnte, der Genuss von Annes Blut macht ihn abhängig und dass allein bringt die beiden in höchste Gefahr.  Zudem Anne von der Existenz der Sanguisorbier nichts ahnt und kaum begreift was passiert.

Doch nicht nur die Beziehung zwischen Anne und Kilian birgt Gefahren, auch aus anderen Richtungen droht Gefahr. 

Ist eine Zukunft zischen Anne und Kilian überhaupt möglich?


Kritik


Mit ihrem Debütroman „Dein Blut für ewig“ hat die Autorin Michaela F. Hammesfahr einen außergewöhnlichen Roman der Romantik Fantasy geschrieben.

Der packende Schreibstil der Autorin lässt sich sehr flüssig lesen und schafft es die Leser zu fesseln. Auch die völlig neue Rasse der Sanguisorbier hat die Autorin wohl durchdacht und perfekt entwickelt.

Das Buch beginnt mit einem Prolog und einer Handlung die neugierig macht, aber erst im Laufe der Geschichte aufgeklärt wird. Die dort vorkommenden Protagonisten sind Nebendarsteller mit einer Geschichte, die auch für Anne und Kilian wichtig ist und die Eigenarten der Rasse erklärt.

Als nach dem Prolog die Geschichte um Anne und Kilian beginnt wird der Leser erst ratlos dastehen da der Prolog erst einmal nicht viel mit der Geschichte um Anne und Kilian zu tun hat, aber dies wird im Laufe der Handlung klar und die Autorin löst dieses auf.

Die Autorin versteht sich an Ihren Plot zu halten und mit den Geschichten, neben der von Anne und Kilian, das Leben und die Regeln der Sanguisorbier nahe zu bringen.


Die in die spannende Handlung eingewobene Romanze zwischen Kilian und Anne ist der Autorin sehr gelungen, diese gerät nicht zu kitschig und lässt ausreichend Raum für die übrigen Begebenheiten und Entwicklungen.

Den Spannungsbogen baut Michaela F. Hammesfahr geschickt auf und steigert diesen gekonnt bis zum Finale. Leider bleiben dann am Schluss noch etliche Fragen offen und auch manche Protagonisten scheinen ihrer Strafe zu entgehen, da bleibt zu hoffen das noch ein weiterer Teil um die Sanguisorbier erscheint um auch hier zu einem befriedigenden Schluss zu kommen.

Der Roman wird aus der Perspektive eines um die Sanguisorbier wissenden Beobachters erzählt, so ist der Leser Anne immer etwas voraus und erwartet gespannt was  passiert wenn auch Anne von dieser Lebensform erfährt.

Die Figuren ihrer Geschichte hat die Autorin liebevoll und lebendig konzipiert. Jeder Charakter zeichnet sich durch eigene Stärken und Schwächen aus und trägt zum Gelingen der Geschichte bei. Der Leser lernt in aller Ruhe alle wichtigen Personen wie Anne, Kilian, deren Familien und Freunde kennen. Nebenbei wird viel Wissen um die neue Rasse der Blutsauger eingestreut, was zum Verständnis der Charaktere beiträgt.  Die 20 Jahre junge Anne wirkt teilweise sehr naiv, was einer jungen Frau dieses Alters aber durchaus zusteht. Sehr authentisch entwickelt sich diese Protagonistin im Verlauf der Geschichte und zeigt auch,  dass sie bereit ist um ihre Liebe zu kämpfen, allen Hindernissen zum Trotz.
Kilian scheint sehr unter dem Pantoffel seiner Familie zu stehen, hält aber trotzdem an seinen Entscheidungen fest und vertritt diese. Er ist sehr willensstark und bleibt trotzdem feinfühlig in seiner Art.
Eine große Rolle steht auch Kilians Ex-Freundin Mona zu, diese lernt der Leser auch in ihren vielen Facetten kennen. Aber auch wenn ihre Gefühle nachvollziehbar sind, fällt es schwer dieser Sympathien entgegen zu bringen, Mona wirkt zu sehr unnahbar und wirkliche Gefühle scheinen ihr fremd. Eher ist dieser Charakter auf den eigenen Vorteil aus.   
Die weitern Charaktere passten ebenfalls sehr gut in ihre Rollen und trugen zu einen lebendigen Gesamtbild bei.

In einem Anhang werden artspezifische Begriffe und Erklärungen zu der Rasse der Sanguisorbier erläutert. Dort werden Begriffe wie Sanguisorbier, die Fortpflanzung, Primärspenderin und weiter erklärt.



Fazit


Mit dem Roman „Dein Blut für ewig“ hat die Autorin ein Debüt vorgelegt, dass sich erfreulicherweise der breiten Masse abhebt.

Sehr gelungen fand ich, dass die Rasse der Sanguisorbier weder übermächtig noch unsterblich ist, trotz einer sehr langen Lebenserwartung von ca. 250 Jahren lauern aus diese neue Rase einige Gefahren und sie wirken trotz ihrer Eigenarten durchaus menschlich.

Ausgerichtet ist dieser Roman auf die weiblichen Leser der Fantasy, besonders der Romantik Fantasy. Dieser Zielgruppe kann ich den Roman „Dein Blut für ewig“ wirklich nahelegen.


Autor


Michaela F. Hammesfahr wurde 1969 in der Nähe von Köln geboren. Die Tochter von Petra Hammesfahr unterhielt schon als Kind die Familie mit ihren Fantasiegeschichten. Später zog es sie vom Rhein an die Elbe und von der Fantasie in die Wissenschaft. Sie studierte Biologie im Hamburg und arbeitete dort mehrere Jahre als Produktmanagerin im Medizinischen Marketing. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes folgte sie dem Beispiel ihrer Mutter und begann, zu schreiben. In ihrem ersten Roman verknüpft sie ihre beiden Leidenschaften, die Fantasie und die Wissenschaft (sie hat dafür unter anderem eine komplette Vampir-Biologie entwickelt). Heute lebt sie mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einer Kleinstadt bei Hamburg. (Verlaginfo)


Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: rororo (1. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499254956
ISBN-13: 978-3499254956



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