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Sonntag, 28. November 2010

[Rezension] Hexenlicht von Sharon Ashwood


Die Hexe Holly Carver betreibt eine Agentur zum Entfernen von Geistern, Poltergeistern und anderen unerwünschten Hausbewohnern. Sie ist glücklich mit ihrem Freund Ben und schwärmt heimlich für ihren Partner Alessandro Caravelli, doch dieser ist ausgerechnet ein Vampir.

Der Immobilenmakler Steve Raglan beauftragt sie, ein böses Haus zu neutralisieren. Er verschweigt ihr aber, dass es ein berüchtigtes Flanders-Haus ist. Als beide dort ankommen, ist Holly kurz davor, den Job zu schmeißen, allerdings braucht sie das Geld dringend für die Studiengebühren.

Während der Diskussion erfährt Holly, dass bereits vier Studenten und zwei Professoren der nahen Universität in dem Haus verschwunden sind, die Vertreibung des Bösen ist somit dringend und schnell erforderlich.

Als Hollys Partner Alessandro Caravelli eintrifft, betreten die beiden das Haus und die Suche nach den Vermissten beginnt. Der Geist des Hauses macht Holly schwer zu schaffen, und ein Verbergungszauber macht das Auffiinden der Vermissten schwerer als anfänglich erwartet. Als Holly dann den Rucksack von ihrem Freund Ben, der Professor an der Uni ist, findet, gerät sie fast in Panik. Dieser hat sowieso schon ein Problem mit ihrer Magie, wie wird er da erst dieses Haus verkraften?

Endlich finden Holly und Alessandro die Geiseln, und während Alessandro mit der Bergung beginnt, nimmt Holly den Kampf gegen den Geist des Hauses auf. Da Holly seit einem Vorfall in ihrer Kindheit ein Problem mit ihrer Kraft hat, die ihr große Schmerzen zufügt, verliert sie, nachdem sie den Geist gerade niedergezwungen hat, das Bewusstsein.

Es kommt allerdings noch schlimmer, denn nach dem Vorfall im Flanders-Haus verlässt der traumatisierte Ben Holly. Aber noch schlimmer: Überall öffnen sich Portale der Hölle und ein Dämon und andere Wesen bedrohen die Stadt. Wird Holly es schaffen, trotz ihres Problems damit fertigzuwerden?


Kritik

"Hexenlicht" ist der gelungene Auftakt zur The Dark Forgotten-Serie von Shanon Ashwood. Zwar erfindet sie das Genre Urban-Fantasy nicht komplett neu, ihr Konzept geht aber in jedem Fall auf.

Spannung, gepaart mit einer kräftigen Dosis Humor und Erotik sowie einem unterhaltsamen Plot können hier punkten. Der Schreibstil mit klarem Satzbau liest sich flüssig und schafft es, den Leser mitzureißen. Die Sprache passt zum Geschehen und den verschiedenen Protagonisten. Die Handlung hangelt sich an einem roten Faden durch das Buch und es kommt zu keinerlei Umbrüchen.

Die Umgebung wirkt teilweise etwas blass, jedoch ausreichend, um ein Bild im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Vor allem wird das besondere Haus von Holly beschrieben, denn durch Magie, die über Generationen auf dieses Haus gewirkt hat, hat es besondere Fähigkeiten entwickelt. Die Stimmungen sind der Autorin durchaus gelungen; ob nun düster, romantisch oder real, dies alles kommt glaubwürdig beim Leser an. Die Dialoge der einzelnen Figuren sind spritzig und sehr unterhaltsam.

Der Spannungsbogen entwickelt sich in einem angenehmen Tempo gleichmäßig und zum Showdown hin ansteigend. Hin und wieder sackt er ab, wenn einzelne Akteure beschrieben werden, doch dies ist für das Verständnis der Geschichte wichtig, und da der Spannungsbogen niemals ins Bodenlose fällt, wird der Lesefluss dadurch nicht gestoppt.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive einer dritten Person, dem Beobachter. Die Protagonisten kommen alle zu Wort, der Erzählstil wechselt zwischen den einzelnen Charakteren, sodass der Leser den Handlungen gut folgen kann und auch Dinge erfährt, die für die anderen Figuren nicht gleich klar sind.

Die Protagonisten sind facettenreich gezeichnet und bringen eine Menge Charaktereigenschaften mit, die sie sehr lebendig machen. Holly wirkt ansprechend und authentisch, eine Protagonistin, die sehr real wirkt, mit Schicksalsschlägen umgehen kann und nicht abgehoben daherkommt. Sie scheint trotz ihrer Fähigkeiten ein Mensch zu sein, der in jeder beliebigen Nachbarschaft zu finden ist. Ihr Partner Alessandro ist sympathisch und als Mann durchaus glaubwürdig gezeichnet. Trotz seines Vampirdaseins bleibt er lebendig und intelligent gezeichnet. Seine große Liebe möchte er vor allem beschützen, ist aber durchaus bereit, sie in ihren Aufgaben und Besonderheiten zu unterstützen.

Auch die weiteren Charaktere sind sehr glaubwürdig und lebensnah entworfen. Jeden Einzelnen nimmt der Leser als realistisch wahr, keiner wirkt zu abgehoben. Selbst die nicht menschlichen Charaktere wirken in ihrem Verhalten doch sehr menschlich, besitzen jedoch eine Menge Fähigkeiten, die ein normaler Mensch nicht aufbieten kann.

Das Cover ist ein echter Hingucker; mit metallischem Druck und einem größeren Format fällt es ins Auge. Das Bild ist ebenfalls gut gewählt und passt zum Buch.


Fazit

"Hexenlicht" von Sharon Ashwood ist ein äußerst lesenswerter Roman der bei mir den Ein Kapitel noch ... und dann noch eines-Effekt ausgelöst hat und nur schwer aus der Hand zu legen war.

Sympathische Figuren und ein reizvoller Plot, gepaart mit sprühendem Witz, angenehmer Erotik und einem überzeugenden Finale machen "Hexenlicht" zu einem sehr ansprechenden und unterhaltenden Roman. Lesern, besonders den weiblichen, der Genres Urban- und Romantic-Fantasy ist "Hexenlicht" sehr zu empfehlen.


Die Autorin

Sharon Ashwood lebt in der kanadischen Provinz British Columbia und arbeitet seit ihrem Universitätsabschluss in Englischer Literatur als freie Schriftstellerin und Journalistin. Schon als Kind war sie an Mythen und Märchen interessiert. Heute setzt die Autorin ihre Faszination für alles Seltsame, Unheimliche und Phantastische in erfolgreichen Romantic-Fantasy-Romanen um. Mehr Informationen im Internet unter: www.sharonashwood.com (Verlagsinfo)


Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Originaltitel: The Dark Forgotten 1: Ravenous
Übersetzerin: Sabine Schilasky
ISBN-13: 978-3426652435
http://www.droemer-knaur.de





The Dark Forgotten:

Hexenlicht
Vampirdämmerung (10.01.2011)
Seelenkuss (07.06.2011)
Höllenherz (12.09.2011)

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