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Montag, 13. September 2010

[Rezension] Ein Sukkubus in Nöten von Jackie Kessler


Die verführerische Jezebel ist ein Sukkubus, der aus der Hölle fliehen musste. Auf ihren Kopf wurde ein Preisgeld ausgesetzt, dass nicht nur Dämonen schwach werden lassen würde. Um Ihren Häschern zu entgehen, sucht Jezebel Hilfe bei der Hexe Caitlin. Caitlin braut Jezebel, die sich fortan Jesse nennt, einen Trank der sie in einen Menschen verwandelt. Um sicher zu gehen, bekommt Jesse auch einen Schutzstein der sich vor anderen Dämonen warnt.
In nun menschlicher Hülle und mit Schutz versehen macht Jesse sich auf nach New York. Bereits auf der Fahrt nach New York mach Jesse Bekanntschaft mit dem gutaussehenden Paul Hamilton.

In New York angekommen, stellt Jesse fest, dass ohne Geld gar nichts geht und sucht sich schleunigst einen Job. Durch Zufall landet sie in einer Stripbar und als ehemalige Verführerin bekommt sie den Job natürlich sofort. Bei einer ihrer Vorstellungen, trifft sie auch Paul wieder und verliebt sich.

Langsam freundet Jesse sich mit dem Leben als Mensch an, als ihr ihre Verfolger auf die Spur kommen.


Kritik


Mit Ein Sukkubus in Nöten hat Jackie Kessler einen witzigen und spannenden Serienauftakt geschrieben. Zum größten Teil spielt sich dieser in der Gegenwart ab, aber auch auf Jesses Leben als Sukkubus, wird eingegangen. Gerade die Abschnitte aus Jesses Zeit als Sukkubus, lassen langsam klar werden, warum sie aus der Hölle geflohen ist. Das abliefern der Seelen und die Hölle selber waren recht gut beschrieben, allerdings wird erst zum Ende annähernd klar, warum Jesse der Hölle entfliehen wollte. Auf die Jagt der Dämonen auf Jesse wird kaum eingegangen, was einen deutlichen Spannungsabfall zur Folge hat.

Mit viel Humor beschreibt die Autorin wie der ehemalige Sukkubus, sich langsam an ein menschliches Leben gewöhnt und auch die Besonderheiten, wie zum Beispiel der Genuss von Essen, werden anschaulich und humorvoll beschrieben. Die geführten Dialoge und Beschreibungen bleiben dagegen eher flach, eine bildliche Vorstellung wird dem Leser nur schwerlich gelingen.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und gut zu verstehen. Dieser lässt allerdings detaillierte Beschreibungen vermissen. Die Autorin versucht, einen erotischen und lustigen Roman zu schreiben, verfängt sich dabei aber anscheinend in ihren Ideen.

„Ein Sukkubus in Nöten“ wird aus der Perspektive von Jesse erzählt, die in ihrer flapsigen Art, den Leser zum Schmunzeln bringt und ihr unkeusches Gedankengut frei raus erzählt.

Die Protagonisten sind witzig, glaubhaft und sympathisch konzipiert, bleiben dabei aber eindimensional und kaum greifbar. Jesse besticht dabei noch durch Witz und ihre direkte und frech forsche Art. Sonst sind die Charaktere oberflächlich gehalten. Manche, wie die Hexe Caitlin, verschwinden sogar komplett von der Bühne. Auch die Beziehungen untereinander hätten deutlich mehr Tiefe vertragen können.

Insgesamt ein unterhaltsames und leicht zu lesendes Buch, dem es leider an Tiefe fehlt.


Fazit


„Ein Sukkubus in Nöten“ von Jackie Kessler birgt neue Ideen und auch Potential. Aufgrund der fehlenden Tiefe, konnte dieses Buch mich allerdings nicht überzeugen.. Auch das völlig an den Haaren herbeigezogene Finale, konnte mich nicht umstimmen.


Reihe:


Ein Sukkubus in Nöten (Band 1)
One Way Ticket in die Hölle (Band 2)
Kopfüber ins Fegefeuer (Band 3) - ab Juni 2011


Autor


Als Kind träumte Jackie Kessler von einer Karriere als Comic-Autorin, ihr Debüt als Schriftstellerin gab sie letztlich jedoch in der Romantic Fantasy – mit großem Erfolg. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und einem Haus voller Comics in New York. Weitere Informationen unter: www.jackiekessler.com (Verlagsinfo)



Broschiert: 378 Seiten
ISBN-13: 978-3802583001
Originaltitel: Hell`s Belles
Übersetzer: Anja Hackländer



Nadine Warnke

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