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Donnerstag, 1. März 2012

[Rezension] Elbenthal - Saga 1: Die Hüterin Midgards von Ivo Pala

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 .

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Vielen Dank an den Sauerländer Verlag  und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar
Bewertung: ☆☆☆☆☆ von ☆☆☆☆☆

Die Elbenthal Saga
Band 1: Die Hüterin Midgards
Band 2: - geplant für 2013 -
Band 3: - geplant -




In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenyas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenja dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt - Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenya ist die letzte Hoffnung - denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards ... (Verlagsinfo)


Kritik

Mit "Die Hüterin Midgards" eröffnet der Autor Ivo Pala seine "Elbenthal"-Saga. Elemente altgermanischer und keltischer Mythologie werden spannend umgesetzt.

Seine Leser entführt Ivo Pala in eine magische Welt unterhalb der Stadt Dresden, die sich über Sachsen bis zum Brocken erstreckt. Schon der originelle Handlungsablauf überrascht und überzeugt gleichermaßen, alte Sagen und Mythen werden in die heutige Zeit transportiert und so greifen Elfen, wenn die alten Waffen nichts mehr ausrichten können, auch mal zu hochmodernen Waffen. Der Leser wird ohne Umschweife in eine Geschichte hineingeschubst, in der sich auch die junge Protagonistin erst zurechtfinden muss, so lernt man gemeinsam mit Svenya die Besonderheiten der Wesen und die örtlichen Gegebenheiten kennen. Perfekt ausgearbeitet überlässt der Autor dabei nichts dem Zufall, Magie und Technologie greifen ineinander über, Altes wird mit Neuem verbunden oder ergänzt. Gekonnt hat der Autor die verschiedenen Kernelemente, die einen guten Fantasyschmöker ausmachen, vermischt. Phantasie, Spannung, Verrat, Freundschaft und Liebe finden ihren Platz in der fesselnden Geschichte. Diese vielfältige Mischung ist Ivo Pala besonders gut gelungen. Verschiedene Emotionen und die düstere Grundstimmung passen gut ins Bild und harmonieren mit den Ereignissen, die sich gerade ereignen, und können daher gut nachempfunden werden. Auch der Humor kommt in "Die Hüterin Midgards" nicht zu kurz, treffend platzierte Situationskomik treibt so mache Lachträne in die Augen der Leser.

Mit seinem unterhaltsamen Erzählstil fesselt der Autor seine Leser schon ab der ersten Seite. Die Sprache stimmt der Autor immer passend zu der Situation und zu den Dialogen ab. Bei den uralten Sagengestalten ist die Sprache in den Dialogen blumig geschwollen und passt gut in die vergangenen Zeiten, spricht jedoch jemand aus der heutigen Zeit ist dies durch den heutigen Slang sofort klar. Schnell wird der Leser von dem atmosphärisch dichten Schreibstil gefangen genommen. Bildgewaltig und mit Liebe zum Detail wird Elbenthal beschrieben, schnell gelingt es den Lesern so, sich die magische "Unterwelt" plastisch vorzustellen und diese mit der Protagonisten Svenya zu entdecken. Hier hat der Autor an nichts gespart, so entsteht eine fantastische und lebendige Welt, in die die Leser spielend eintauchen können. Der flüssige Schreibstil unterstützt dies noch zusätzlich.

Erzählt wird "Die Hüterin Midgards" rückblickend aus der Perspektive eines Beobachters. Diese dritte Person konzentriert sich hauptsächlich auf Svenya, in kurzen Erzählsträngen aber auch auf andere wichtige Darsteller. Svenya lernt der Leser in allen Facetten kennen, bekommt aber auch einen Einblick auf das, was die weiteren Figuren, auch die Gegenspieler, antreibt.

Schon im Prolog baut Ivo Pala einen Spannungsbogen auf, der stetig steigt. Verschiedene Szenenwechsel lassen keine Langeweile aufkommen, sondern gestalten sich actionreich und unterhaltsam.

Die Zeichnung der Darsteller in "Die Hüterin Midgards" ist menschlich vielfältig. Dieses zeigt sich vor allem, da der Autor seinen Figuren eine breite Bühne gibt, um sich zu entwickeln und sich für einen Fantasy Roman glaubhaft zu präsentieren. Durchweg facettenreich und bis in die kleinste Nebenrolle glaubwürdig konzipiert, präsentiert Ivo Pala seine Darsteller.

Besonders authentisch ist dabei Svenya. Sie findet sich keinesfalls gleich mit ihrer neuen Rolle ab, sondern sie rebelliert sogar dagegen. Von allen im Stich gelassen ist sie kaum bereit, die Menschheit zu retten, was gut nachvollziehbar ist, schließlich war auch die Menschheit kaum bereit, sie zu retten. Von Selbstzweifeln getrieben ist es für die sympathische Protagonistin nicht leicht, Fuß in ihrem neuen Leben zu fassen, dennoch stellt sie sich den Herausforderungen. Sie zeichnet sich durch Mut, Verletzbarkeit, Treue und andere Werte aus.

Auch die Gestaltung des Romans ist durchweg gelungen. Allein das Cover zieht durch seinen metallischen Glanz schnell die Blicke auf sich. Passend zum Plot düster zeigt sich ein Ausschnitt Elbenthals und im Vordergrund ist eine kampfbereite Svenya zu sehen. Auf den Umschlaginnenseiten findet sich eine Karte, auf der die realen Orte und die Schauplätze Elbenthals zu sehen sind. In acht Teile, die in verschiedene Kapitel unterteilt sind, sowie Prolog und Epilog ist die Geschichte aufgeteilt.


Autor

Ivo Pala lebt in Berlin. Er arbeitet als Drehbuchautor für Film und Fernsehen und hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. "Die Hüterin Midgards" ist sein erster Roman bei Sauerländer und der Auftakt der großen "Elbenthal"-Saga.


Fazit

Mit dem ersten Band "Die Hüterin Midgards" eröffnet der Autor Ivo Pala seine Trilogie um Elbenthal und schafft es zu überzeugen. Elemente aus verschiedenen Sagen werden hier einfallsreich in die heutige Zeit transportiert und so bekommen die alten Helden eine neue Bühne. Die Mischung aus Spannung, Humor und ein wenig Romantik ist außerordentlich gut gelungen und macht Lust auf mehr. Glaubwürdige Darsteller, ein durchweg einmaliger und reizvoller Plot überzeugen auf ganze Linie.

Ivo Pala bietet ein absolutes Lesehighlight für die Leser der Fantasy, ich kann diesen Roman nur empfehlen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band, der 2013 erscheinen soll.



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