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Dienstag, 16. August 2011

[Rezension] Der Kuss des Zeitreisenden (Pendragon 3) von Susan Kearney


Die Stämme bedrohen mittlerweile die Erde und die letzte Hoffnung den Planeten und die Menschen zu retten ist den Heiligen Gral zu finden. Die Vorsitzende des mächtigen Vesta Konzerns, Vivianne Blackstone, einwickelt mit dem attraktiven Ingenieur Jordan McArthur das Raumschiff Draco, dieses ist die letzte Hoffnung der Menschheit gegen die grausamen Stämme. Jordan stammt aus dem Zeitalter König Arthurs und ist in Besitz eines unvollständigen Gegenstandes, mit dem er die Galaxis retten kann, doch dafür braucht er Viviannes Raumschiff, denn der Heilige Gral allein wird die Stämme nicht auslöschen können. Hierfür müssen noch drei lang verschollene Artefakte gefunden werden, die in der gesamten Galaxis verstreut sind.

Als Eile geboten ist, entführt Jordan kurzerhand das Raumschiff und die an Board befindlichen Mechaniker. Auch Vivianne befindet sich auf der Draco. Vivianne kann Jordan nach dieser Entführung nur für den Feind halten und sie braucht lange, um das nötige Vertrauen in ihn zu fassen.

Wird die Mission der Draco Erfolg haben und letztendlich die erbarmungslosen Stämme besiegt sein?


Kritik

Mit dem abschließenden dritten Teil der "Pendragon"-Trilogie schickt die Autorin Susan Kearney uns Leser nochmals auf eine abenteuerliche Reise quer durch die Galaxis. Hat im zweiten Teil der Trilogie der Fokus fast überwiegend auf der Erotik gelegen, ist das Verhältnis in "Der Kuss des Zeitreisenden" wieder ausgewogener.

Die Handlung in dem Roman "Der Kuss des Zeitreisenden" wird von der Autorin lebendig und reizvoll beschrieben. Bei der Reise durch die Galaxis kommen nun auch Sciencefiction-Fans voll auf ihre Kosten. Die einfallsreichen Beschreibungen der Rese selbst und der angesteuerten Planeten sind so plastisch, dass es leicht fällt, sich diese vorzustellen. Selbstverständlich kommen auch Fantasy-Elemente und eine sinnliche Lovestory bei Susan Kearney nicht zu kurz. Blieben in den Vorgängerromanen "Die Geliebte des Zeitreisenden" und der "Bann des Zeitreisenden" noch einige offene Fragen, so werden diese hier zufriedenstellend gelöst und runden so das Gesamtbild perfekt ab.

Viel Raum bekommt auch wieder die Sage um König Arthur und den Heiligen Gral. Vermischt mit den Sciencefiction- und Fantasy-Elementen erzählt die Autorin die Sage um den Heiligen Gral und die Ritter der Tafelrunde vor futuristischem Setting.

Fesselnd wird der mitreißende Plot unterstützt durch einen ansprechenden Spannungsbogen, der sich gleichmäßig durch die Geschichte entwickelt, erzählt. Gebannt folgt der Leser dem packenden Geschehen und fiebert mit den sympathischen Protagonisten mit. Dank des leicht verständlichen wie auch ausführlichen Schreibstils fällt es zusätzlich leicht, in der Geschichte zu versinken.

Erzählt wird wieder aus der Betrachtungsweise eines Beobachters. Rückblickend auf die Ereignisse konzentriert sich der Erzähler hauptsächlich auf Vivianne und Jordan und deren Lebensgeschichte. Hierbei wird auch deutlich, was die beiden antreibt und wie Vivianne und Jordan zu dem wurden, was die Figuren ausmacht.

Besonders viel Liebe hat die Autorin auch in die Zeichnung ihrer Protagonisten gesteckt. Lebendig, vielschichtig und mit einem nachvollziehbaren Hintergrund sind die einzelnen Hauptdarsteller konzipiert. Besonders Jordans mystische Geschichte und alles, was diese Figur erlebt hat, trägt deutlich zum Lesegenuss bei. Allerdings bleiben die Nebenfiguren eindimensional, der Leser lernt diese zwar grob kennen, denen Hintergrund bleibt dabei jedoch im Dunkeln.

48 Kapitel in angenehmer Länge laden den Leser zum Schmökern ein. Wobei jedes Kapitel mit Zitaten wie "Wenn es nicht die letzte Minute gäbe, würde vieles nie erledigt werden" (Ehronischer Kriegsherr), "Mann sollte nicht damit zufrieden sein zu gehen, wenn man den Drang zum Fliegen verspürt" (Herrin Cael) oder auch "Tu erst das Nötige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du auch das Unmögliche" (Heiliger Franz von Assisi) eingeleitet wird. Diese Zitate passen immer zu den Ereignissen der einzelnen Kapitel. Ein schön gestaltetes und zum Inhalt passendes Cover rundet die Ausstattung ab. Lediglich, wie schon in den beiden ersten Bänden, ist die Titelwahl nicht günstig gewählt. Reisende zwischen den Welten, wirklich sehr alte Protagonisten und auch Drachenwandler sind Bestandteil der Geschichte, Zeitreisende sucht der Leser nach wie vor vergeblich.


Autorin

Susan Kearney schreibt prickelnde Romanzen mit futuristischem Setting. Sie hält sich an die alte Regel, über das zu schreiben, was man kennt - deshalb schreibt sie über die Zukunft. Und als Taucherin, Expertin in Kampfkunst, Seglerin, Eiskunstläuferin, Immobilienmaklerin, ehemalige Besitzerin eines Tauschgeschäfts, eines Fitnessstudios für Frauen sowie eines Friseursalons, hat sie genug Stoff für den Rest ihres Lebens gesammelt.


Fazit

Susan Kearney hat es mit dem abschließenden Band ihrer Pandragon Trilogie "Der Kuss des Zeitreisenden" geschafft, die Mischung aus der Artus-Sage, fantastischen Welten, einer sinnlichen Liebesgeschichte und feindlichen Widersachern abschießend zu erzählen und das Gesamtbild der Trilogie einwandfrei abzurunden.

Susan Kearney nimmt die Leser auf eine riskante Reise in die Zukunft mit, in der die magische Sage um den Heiligen Gral eine große Rolle spielt, aber auch von sinnlichen Drachenwandlern, der Möglichkeit ferne Planeten zu entdecken und bösartigen Feinden erzählt wird.

Für mich persönlich war der dritte Band der "Pendragon"-Trilogie der Beste. Die Mischung der verschiedenen Elemente war hier ausgewogener und insgesamt hatte die Geschichte mehr Tiefe.

Pendragon:
Band 1: "Die Geliebte des Zeitreisenden"
Band 2: "Der Bann des Zeitreisenden"
Band 3: "Der Kuss des Zeitreisenden"



Taschenbuch: 432 Seiten
ISBN-13: 978-3492267946
Originaltitel: Jordan. The Pendragon Legacy
www.piper-verlag.de

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