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Freitag, 4. März 2011

[Rezension] Der Christmas Cookie Club von Ann Pearlman

Jedes Jahr am ersten Montag im Dezember treffen sich Marnie und ihre elf Freundinnen, die Cookie-Hexen, zum Christmas Cookie Club in Marnies festlich geschmücktem Wohnzimmer.
Dort werden die Cookies, jede backt 13 Duzend, untereinander verteilt und je ein Duzend wird dem ansässigen Hospiz gespendet. Dabei plaudern sie über die Ereignisse des vergangenen Jahres, es wird gelacht, geweint, sie streiten und versöhnen sich. Sie sind sich nah wie sonst selten im Jahr.

Marnie wartet den ganzen Abend auf einen Anruf ihrer Tochter Sky die ein Baby erwartet und auf ein Testergebnis, ihr erstes Baby ist tot geboren, wartet. Auch ihre zweite Tochter Tara ist zum ersten Mal schwanger.

Marnies Freundin Charlene hat mit einem großen Verlust klarzukommen, ihr Sohn Luke verstarb nach einem Unfall. Jetzt versucht sie in ihrem Leben einen Sinn zu finden.

Eine der Cookie-Hexen ist dieses Jahr ausgeschieden, dafür kommt Cookie-Jungfrau Sissy dazu. Sie ist Marnies „Mit-Großmutter“ und versucht Marnie ihren Sohn, einen schwarzen Rapper der vor kurzem noch im Gefängnis war, zu erklären wer und was ihn ausmacht und um ihr ihn näher zu bringen.

Auch die anderen neun Freundinnen im Bunde haben alle einiges durchstanden, schönes wie auch tragisches.

Jedes Kapitel in diesem Buch ist einer Person gewidmet, es beginnt mit dem Cookie Rezept das diese gebacken hat und erzählt ein bisschen von der Vergangenheit sowie der jetzigen Situation. Am Ende jeden Kapitels kommt noch etwas Warenkunde hinzu.


Kritik


Ann Pearlman hat mit „Der Christmas Cookie Club“ ein weihnachtliches, warmherziges Buch geschrieben. Der Roman wird aus Marnies Sicht, der Cookie-Oberhexe erzählt.

In jedem Kapitel wird eine der 12 Hauptprotagonisten vorgestellt, man bekommt einen kurzen Einblick in deren Vergangenheit, die Beziehungen unter einander werden erläutert und bei der Cookie-Vergabe kommt das Thema das sich durch das Jahr zog noch mal auf den Tisch.

Die Cookie-Hexen sind sehr reell konzipiert und wirken glaubwürdig und sehr sympathisch, jede auf ihre Weise. Man möchte fast dazu gehören und fühlt sich recht wohl.

Der „Christmas Cookie-Club“ ist sehr kurzweilig erzählt, ein schönes leichtes Buch zur beginnenden Weihnachtszeit.

Die zwölf Rezepte laden zum Nachbacken ein, statt der Warenkunde hätte ich mir allerdings vielleicht noch ein paar Worte mehr zu den zwölf Frauen gewünscht. Diese war zwar zuweilen informativ aber ein Fehlen der Warenkunde hätte dem Roman nicht geschadet.


Fazit


Ann Perlmans „Der Christmas Cookie Club“ kann ich zur Weihnachtszeit wärmstens empfehlen. Die zwölf Freundinnen sind so warmherzig beschrieben, man würde gerne mit in Marnies Wohnzimmer sitzen und plaudern.

Ich werde diesen Roman auf jeden Fall zu Weihnachten verschenken. Mit einer der Sorten Cookies denke ich, wird dies sehr gut ankommen.

Die Dr. Oetker Versuchsküche hat alle Rezepte dieses Buches nachgebacken und ein kleinen Heftchen mit den Rezepten (in deutsche Einheiten umgerechnet) und Bildern der Cookies beilegen lassen.


Autorin


Ann Pearlmann wurde in Washington D.C. geboren. Sie lebt als Schriftstellerin und Psychotherapeutin in Ann Arbor, Michigan. Sie gehört einem Christmas Cookie Club an, der Grundlage zu diesem Roman war.


Nadine Warnke (Dezember 2009)

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