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Mittwoch, 23. Februar 2011

[Rezension] House of Night 05 – Gejagt von P.C. und Kristin Cast


Nach der Erweckung des gefallenen Engels Kalona ist Zoey und ihren Freunden die Flucht in die Tunnel unter dem Bahnhof von Tulsa, der Heimat der roten Vampire, geglückt. Stevie Rae hat eine gefährliche Wunde davongetragen, als Stark mit einem Pfeil auf sie geschossen hat. Da Stevie Rae durch die Verletzung viel Blut verloren hat, lässt Aphrodite Stevie Rae von sich trinken, denn nur menschliches Blut ist stark genug, um die Verletzung schnell heilen zu lassen.Ungewöhnlich ist, dass es dabei zu einer Prägung zwischen Stevie Rae und Aphrodite kommt, die sich ja eigentlich nicht besonders gut leiden können.

Als der Morgen graut, machen sich Darius, Erik und ein paar weitere Vampire auf, die Eingänge der Tunnel zu bewachen, damit keine feindlich gesinnten Gestalten sie zur Schlafenszeit der Jungvampire unbeobachtet betreten und weiteren Schaden anrichten können. Als Zoey später wach wird, sucht sie den Ausgang, den Erik bewacht, um mit ihm zu reden, immerhin hat Erik ihr verziehen und die beiden sind wieder ein Paar. Plötzlich steht dann Zoeys menschlicher Ex-Freund Heath vor den Tunnel und überredet Zoey, ihn zu seinem Auto zu begleiten, um ungestört mit ihr reden zu können.

Dies stellt sich später als riesengroßer Fehler heraus: Draußen warten schon die Kinder Kalonas, die Rabenspötter und greifen Zoey an. Schwer verletzt wird Zoey gerettet und nun ist es an Heath, ihr wieder einmal sein Blut zu geben, da Zoey den Angriff sonst nicht überlebt hätte. Auch diese "Blutspende" bleibt nicht ohne Folgen, die bereits gebrochene Prägung der beiden wird wieder erneuert. Leider reicht Heaths Blut nicht aus, um Zoey zu heilen, ohne Hilfe der erwachsenen Vampire wird Zoey wohl nicht überleben und so macht sich die Gruppe wieder auf den Weg in das House of Night, das sich bereits in den Händen von Kalona und Neferet befindet.


Kritik

Mit "Gejagt" haben die Autorinnen Phyllis und Kristin Cast den fünften Teil Reihe "House of Night" im bekannten Stil fortgeführt. "Gejagt" schließt direkt an den Vorgängerroman "Ungezähmt" an. Die Geschichte beginnt diesmal nur wenige Stunden nach den erschreckenden Ereignissen im vierten Band. Auch in "Gejagt" werden nur wenige Tage aus dem Leben von Zoey und ihren Freunden erzählt, diese sind allerdings auch wieder sehr turbulent und ereignisreich.

Den sehr jugendlichen Sprachstil behalten die Autorinnen weiterhin bei, wobei dieser am Anfang der Geschichte schon bald eine Nuance zu künstlich wirkt. Dem lässigen Schreibstil können jugendliche, wie auch erwachsene Leser leicht folgen und das Buch lässt sich fast in einem Rutsch lesen. Die düstere Umgebung wird detailliert beschrieben und die Atmosphäre wird glaubwürdig an den Leser weitergegeben. Der eingebaute Spannungsbogen unterstützt den Lesespaß noch, da dieser ständig steigend eine Lesepause fast unmöglich macht. Ihrem düsteren Plot bleiben die Autorinnen weiter treu und auch die eingewobenen indianischen Sagen werden fortgeführt. Das Ende dieses Bandes ist abgeschlossen, es bleiben aber weiterhin genug mystische Fragen und spannende Geheimnisse offen, um die Reihe glaubwürdig fortzusetzen.

Erzählt werden die spannenden Ereignisse weiterhin aus der Perspektive von Zoey, dies ist leider nicht immer von Vorteil, da diese Figur sich ein wenig zu viel mit sich selbst beschäftigt. Da tritt der Kampf gegen das Böse schon mal in den Hintergrund und die Liebeswirrungen Zoeys treten zu sehr in den Vordergrund. Hier wäre es schon so manches Mal angenehmer, wenn die Autorinnen den Fokus mehr auf das Geschehen richten würden.

Die Protagonisten wachsen an den ihnen widerfahrenen Ereignissen. Die Figuren entwickeln sich größtenteils interessant und nachvollziehbar weiter. Die Charaktere wachsen im Kampf gegen das Böse und auch Figuren, die in den ersten Bänden noch sehr kindisch und nervig gewirkt haben, entwickeln sich immer positiver.

Lediglich bei Zoey muss der Leser hier Abstriche machen. War diese Figur im vierten Band geläutert und an ihren Erfahrungen gewachsen, wirkt es in "Gejagt" bald so, als wäre sie nicht dauerhaft lernfähig. Mittlerweile schafft es Zoey, sich in ein Beziehungschaos zwischen vier männlichen Protagonisten zu verstricken und so nimmt dieses Chaos auch zu viel Raum in der sonst so ansprechenden und unterhaltsamen Geschichte ein. Dieses macht diese Figur immer unsympathischer. Auch wenn es für junge Mädchen durchaus normal ist, sich in mehrere Jungs zu vergucken, sollte die Hauptdarstellerin einer Jugendbuch-Reihe durchaus in der Lage sein aus Fehlern zu lernen und an gemachten Erfahrungen wachsen und nicht nach kurzer Klarheit wieder in dieselben gemachten Fehler zurückfallen. Hier bleibt nur zu hoffen, dass es die Autorinnen doch noch gut mit Zoey meinen und dieses Verhalten sich in den nächsten Bänden schnell ändert.

Die Entwicklung der weiteren Figuren aus Zoeys Clique ist als absolut gelungen zu bezeichnen. Her gibt es absolut nichts zu bemängeln und Figuren wie zum Beispiel Aphrodite und Damien spielen da Zoey charakterlich schon mal an die Wand.

Auch die Gegenspieler, Neferet und Kolana, sind realistisch gezeichnet und zeigen, was passieren kann, wenn jemand zu sehr auf Macht versessen ist.

Das Cover ist passend zur Reihe gestaltet, auf dunklem Hintergrund wird eine junge Frau mit einem außergewöhnlichen Tattoo angestrahlt. Verschnörkelte Verzierungen, hervorgehoben durch Spotlack, machen das Cover zu etwas Besonderem. Auch auf die Gegenspieler wird in Form von lilafarbenen Rabenfedern hingewiesen. Der ebenfalls in lila gehaltene Titel passt da sehr gut zu.


Fazit

Auch der fünfte Teil der "House of Night"-Reihe "Gejagt" der Autorinnen Phyllis und Kristin Cast ist lesenswert. Die Geschichte rund um Zoey und ihre Clique wird glaubwürdig weitererzählt und die fiktive Handlung ist ausgezeichnet durchdacht.

Lediglich den Umgang in Beziehungsfragen sollten die Autorinnen dringend überdenken und sich der Verantwortung gegenüber den meist jungen Leserinnen bewusst werden.

Leser der "House of Night"-Reihe sollten auch den fünften Band unbedingt lesen und schon jetzt die Vorfreude auf den sechsten Band "Versucht" genießen. Wer sich noch nicht an diese Reihe getraut hat, sollte dies mit dem ersten Band "Gezeichnet", das kürzlich als Taschenbuch erschienen ist, ruhig versuchen, der Lesespaß ist bei dieser Reihe gewiss.


Autorinnen

Phyllis und Kristin Cast sind das erfolgreichste Mutter-Tochter-Autorengespann weltweit. Sie leben beide in Oklahoma, USA.
"House of Night" erscheint in über 40 Ländern und hat weltweit Millionen von Fans.


House of Night:

Band 01: "Gezeichnet"
Band 02: "Betrogen"
Band 03: "Erwählt"
Band 04: "Umgezähmt
Band 05: "Gejagt"
Band 06: "Versucht" (erscheint im Mai 2011)
Band 07: "Verbrannt" (erscheint im August 2011)


Gebundene Ausgabe: 575 Seiten
ISBN-13: 978-3841420053
Originaltitel: A House of Night Novel

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