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Montag, 31. Januar 2011

[Rezension] Oksa Pollock – Die Unverhoffte von Anne Plichota und Cendrine Wolf

Die 13 Jahre junge Oksa Pollock zieht mit ihrer Familie, ihren Eltern Pavel und Marie und ihrer heißgeliebten Großmutter Dragomira von Paris nach London. Ihr Vater Pavel hat dort die einmalige Chance ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Zu Oksas Glück kommt auch ihr bester Freund Gus mit seiner Familie nach London und Gus Vater beteiligt sich an den Restaurantplänen seines alten Freundes Pavel.

So fällt der Umzug nicht allzu schwer. Oksa kommt im Kreise der ihr wichtigsten Menschen in Englands Hauptstadt London an.

Oksas erster Schultag an der französischen Schule  St. Proximus dagegen beginnt nicht so glücklich, erst einmal ist da der äußerst strenge Lehrer Mr. McGraw, der sie gleich auf dem Kicker hat und ihr, aber auch ihren Mitschülern, das Leben schwer macht. Gleich in der ersten Stunde macht Oksa schlapp, sie wird von merkwürdigen Schmerzen in eine Ohnmacht gezwungen. Mr. McGraw hat nur Spott für das junge Mädchen über und macht sich vor der kompletten Klasse lustig über sie. Dazu kommt dann noch ein gewalttätiger Schüler der neunten Klasse,  der Oksa ebenfalls gleich zu Beginn das Leben schwermachen will.

Aber damit nicht genug, als Oksa am Abend ins Bett gehen will, stellt sie mit großem Schrecken fest, dass aus ihren Händen Flammenbälle schießen und ihr Zimmer verwüsten. Geschockt beschließt sie diese neuen und beängstigenden Fähigkeiten für sich zu behalten.

Am nächsten Morgen stellt sie dann auch noch fest, dass rund um ihren Bauchnabel ein großer blauer Fleck ist, der stark schmerzt. Da ihr der blaue Fleck sehr unangenehm ist, geht sie zu ihrer Großmutter Dragomira, die in der Heilkunst bewandert ist. Dragomira weiß sofort was da passiert, sie gibt Oksa eine Salbe die die Schmerzen nimmt und anschließend nimmt Dragomira Kontakt zu den „Rette sich wer kann“ auf.

Die „Rette sich wer kann“ sind eine geheime Gruppe die aus dem magischen Ort Edefia fliehen mussten. Mit Oksa – der Unverhofften ist nun der Schlüssel zur Rückkehr da und das Geheimnis ihrer Familie wird Oksa offenbart.

Doch damit fängt das spannende Abenteuer rund um Oksa und ihre Familie und Freunde erst an.


Kritik


Mit Oksa Pollock – Die Unverhoffte haben die Autorinnen Anne Plichota und Cendrine Wolf ein fantastisches Jugendbuch geschrieben das mit vielen kreativen Ideen anreizt.

Der Schreibstil ist auf junge Leser ausgelegt, in kurzen Sätzen wird die Geschichte von Oksa erzählt. Dabei verzichten die Autorinnen aber nicht auf detaillierte Beschreibungen und lebendige Charaktere. Mir viel Kreativität entwickeln die beiden Autorinnen eine fantastische Welt und viele bemerkenswerte Wesen, die einzigartig sind. Auch wenn die Bezeichnungen der Wesen und Pflanzen manchmal etwas ins lächerliche abschweifen, macht dies trotzdem den Charme dieser ungewöhnlichen Geschichte aus. Lediglich die ungewohnte Sprechweise der Bewohner Edefias, besonders der Plemplems, lässt den Lesefluss ab und an stocken, da der Leser schon mal über den ungewöhnlichen Satzbau stolpert. Da dieser Satzbau aber zum Charme des Buches ungemein beiträgt und beim Lesen so manches Lächeln auf das Gesicht des Lesers zaubert verzeiht man diesen schnell.

Mit Oksas Erkennen ihrer magischen Fähigkeiten nimmt die Geschichte rasch an Fahrt auf und auch mit Hilfe eines fiesen Antagonisten wird ein relativ konstanter Spannungsbogen aufgebaut der schnell an die Geschichte fesselt. Das Tempo der Geschichte ist dabei sehr angenehm, eher langsam entwickelt sich das ganze und gibt dem Leser daher die Chance die einzelnen Charaktere, Wesen und die Besonderheiten Edefias sehr gut kennenzulernen.

Der Plot ist als originell zu bezeichnen, die beiden Autorinnen haben viel Wert darauf gelegt nicht in bekannte Schemen zu verfallen und etwas komplett Eigenes zu entwickelt. Dieses ist auf jeden Fall gelungen und der Leser hat so die Möglichkeit, eine neue fantastische Welt und deren Bewohner kennen zu lernen, auch wenn sich dieser erste Teil in England abspielt bekommt der Leser durch die Rückblicke der „Rette sich wer kann“  schon ein ungefähres Bild dieser magischen Welt. Die Pflanzen und Wesen die die Gruppe bei der Flucht aus Edefia mit schmuggeln konnten, sind sehr lebendig und ausdrucksstark beschrieben. Auch die Voraussetzungen unter den diese nur existieren, wird erklärt. Für eine Serie passend bleiben noch genügend Fragen für weitere Teile offen und ein Cliffhanger lässt die Zeit bis zum nächsten Teil viel zu lang werden.         

Die Protagonisten sind ansprechend  und vielfältig konzipiert. Dabei sind manche ausführlicher und lebendiger gezeichnet als anders was aber zum Plot passt und die in diesem Band wichtigen sind ausgezeichnet dargestellt. Keine der vielfältigen Figuren wirkt überflüssig, jede spielt ihre Rolle und wirkt unverzichtbar. Da es sich hier um eine auf sechs Teile  ausgelegte Reihe handelt haben auch Figuren die momentan noch recht blass wirken die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln.

Die 13 jährige Oksa ist die Hauptfigur und schlecht sich schnell in die Herzen der Leser. Mit ihrer offenen und zauberhaften Art, beweist sie dass auch ein Mädchen stark sein kann. Altersgerecht geht sich mit den neuen Fähigkeiten um und auch ihre Reaktionen auf die vielen Familien-Geheimnisse wirken realistisch und nachvollziehbar.  Zusammenhalt und auch Freundschaft ist der jungen Protagonistin sehr wichtig und das zeigt sich auch in dem Umgang mit Familie und Freunden. Ihre dazu perfekten Schulischen Noten wirken da zwar etwas zu sehr perfekt und beim Lesen stellt sich schon die Frage, was dieses Mädchen nicht kann.  Mit ihrem liebenswürdigen  Charakter und den allzu menschlichen Reaktionen wirkt sie trotz dieser Perfektion realistisch.
Unverzichtbar und großer Sympathieträger ist auch Oksas Großmutter Dragomina, von allen nur liebevoll Baba genannt.  Sie ist die „Huldvolle“, so etwas wie die Herrscherin von Edefia und musste vor Feinden aus Edefia  fliehen. In der Welt der „Von-Draußen“ hat sie sich einen Namen mit ihren Fähigkeiten pflanzliche Heilmittel herzustellen gemacht. Sie hält die Familie und die anderen „Rette sich wer kann“ zusammen und hilft zudem Oksa mit ihrer neuen Rolle zurechtzukommen.       
Auch Gus, Pavel, Marie, Leomido und Abakum  sind Träger der Geschichte und sehr liebevoll gezeichnet.
Besonders sind auch noch die verschiedenen Wesen aus Edefia hervorzuheben. Mit viel Kreativität entwickelten die Autorinnen eine Fülle magischer Pflanzen wie die Goranov, die bei zu viel Stress in Ohnmacht fällt oder die Plemplems mit ihrer wundervollen Sprache.

Das Cover ist sehr ansprechend, auf blauem Grund der durch Pflanzenranken verziert ist, ist Oksa abgebildet. Genau so wie sie dort gezeichnet ist stellt man sie die junge und lebendige Heldin des Romans vor.


Fazit


Mit ihrem Debütroman „Oksa Pollock – Die Unverhoffte“ haben die Autorinnen Anne Plichota und Cendrine Wolf ein magischen Auftakt zu ihrer aus sechs Bände ausgelegten Reihe geschrieben.
Mit liebevoll gezeichneten Charakteren und vielen phantasievollen und originellen  Ideen schaffen die Autorinnen eine Atmosphäre, in die der Leser begeistert eintauchen wird.

Oft ließt man das Oksa sich an Harry Potter anlehnt, bis auf die Tatsache das beide magische Fähigkeiten haben, konnte ich allerdings kaum Parallelen zwischen diesen unterschiedlichen Geschichten finden. Die Autorinnen haben hier etwas ganz neues geschaffen.

Die Zielgruppe jugendlicher Leser dürfte das Autorenduo spielend erreichen und auch Erwachsenen Leser der fantastischen Literatur werden Spaß mit Oksa und ihrer Familie und ihren Freunden  haben.


Die Autorinnen oder die Geschichte der Geschichte


Die Entstehungsgeschichte von »Oksa Pollock« ist so unglaublich, wie die Geschichte selbst.
 Es waren einmal zwei Bibliothekarinnen aus Straßburg, die eines Tages auf die Idee kamen, ein Buch zu verfassen … Doch die französischen Verlage trauten den unbekannten Autorinnen nicht zu, einen Bestseller zu schreiben. Plichota und Wolf gaben den Roman deshalb im Selbstverlag heraus. Drei Jahre lang liefen sie von Buchhandlung zu Buchhandlung und boten »Oksa« an. An Schulen berichteten sie von ihren Erfahrungen. So wurde »Oksa Pollock« zu einem Geheimtipp im Elsass – und bald in ganz Frankreich. Die Fans steckten neue Leser mit ihrer Begeisterung an, die Internetseite zählte bald mehrere Tausend Mitglieder.
Im Oktober 2009 kam dann der »Oksa«-Urknall: Als die Autorinnen es sich finanziell nicht leisten konnten, die Titel auf der Pariser Kinder- und Jugendbuchmesse zu präsentieren, platzte den Lesern der Kragen. Sie wählten den 14-jährigen Achille zu ihrem Sprecher und dieser schickte einen wütenden Brief an Zeitungs- und Buchverlage. Wie könne es sein, dass die Verlage so viel Werbegeld für schlechte Bücher ausgäben, Leser aber 600 km nach Straßburg fahren müssten, um ihr Wunschbuch zu erhalten? Das Nachrichtenmagazin »Nouvel observateur« veröffentlichte das Protestschreiben und einen Artikel zur »Pollockmania«, die sich in Foren und sozialen Netzwerken gebildet hatte.
Nur einen Monat später erhielten Cendrine Wolf und Anne Plichota das Angebot des französischen XO-Verlages. Im März 2010 wurde »Oksa« als Spitzentitel auf der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna gehandelt – und vielfach verkauft. Und den Autorinnen geht es wie ihrer Heldin: Plötzlich stecken sie mitten in einem großen Abenteuer …

Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Oetinger (März 2011)
ISBN-13: 978-3789145025
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre
Originaltitel: Oksa Pollock - L'Inespérée
Mehr zu Oksa: http://www.oksapollockfans.de/

Nadine Warnke









1 Kommentar:

Dina hat gesagt…

Hey,

ich habe gerade meinen zweiten Blogger Award bekommen und soll diesen 15 weiteren Bloggern verleihen.
Du bist dabei: http://www.dinas-bücheruniversum.de/?p=881

Viele Grüße
Dina

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