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Dienstag, 21. Dezember 2010

[Rezension] Land der Schatten - Magische Begegnung von Ilona Andrews

Rose Drayton lebt zusammen mit ihren 10 und 8 Jahre alten Brüdern Georgie und Jack im Edge, einer Zwischenwelt. Auf der einen Seite liegt der Broken, eine nichtmagische Welt und auf der anderen das magische Weird.
Rose ist mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, sie kann weiße Blitze entstehen lassen, dies ist für Edger eigentlich unmöglich. Zwar verfügen alle über Magie, aber um so große weiße Blitze hervorzubringen haben sie nicht die Kraft, dies ist nur den Bewohnern aus dem Weird möglich. Die Bewohner des Edge sind daher der Meinung, Rose müsste ein Mischling sein, ihre Mutter hätte sich mit einem Mann aus dem Weird vergnügt. Dies macht Rose große Probleme, teilweise wird sie fast gejagt, man versuchte sie sogar zur Zucht zu verkaufen.

Seid diesen Erlebnissen hat Rose keinerlei Vertrauen mehr, um Männer macht sie einen riesen Bogen.

Ihr Leben wird zusätzlich dadurch erschwert, dass sie, nachdem ihre Mutter verstorben und der Vater sie und ihre Brüder verlassen hat, sich alleine um die Versorgung und Erziehung der Brüder kümmern muss. Als Edgerin geboren, hat sie keine Papiere die ein leben und arbeiten im Broken möglich machen, nur eine unterbezahlte Stelle als Putzfrau ist ihr möglich. Diese Arbeit deckt ihre Kosten mal gerade so, Besonderes können sich Rose und ihre Brüder kaum leisten.

Auch die magischen Fähigkeiten ihrer Brüder, Georgie ist Nekromat, und in der Lage Tote wieder zum Leben zu erwecken und Jack ist ein Werluchs, tragen eher zur Sorge bei.

Als dann auch noch ein fremder Mann, ein blaublütiger aus dem Weird, vor ihrer Tür steht, ist Rose alles andere als erfreut. Gerade die blaublütigen hätten Rose gerne zu einer Gebährmaschine degradiert.

Declan ist allerdings nicht auf Brautschau, sondern versucht die Edger vor einer großen und tödlichen Gefahr zu warnen. Eine Flut böser, magischer Geschöpfe überschwemmt das Edge und alle Bewohner, besonders Rode und ihre Brüder, sind in tödlicher Gefahr.

Widerstrebend ist Rose bereit mit Declan zusammen dieser Gefahr zu strotzen und das Land zu verteidigen.



Kritik



Mit „Land der Schatten – Magische Begegnung“ hat die Autorin einen sehr interessanten Serienauftakt geschrieben, der sich deutlich von anderen Titeln abhebt. Völlig neue Ideen und eine unbekannte neue Welt machen dieses Buch zu etwas Besonderem.

Der Einstieg beginnt gleich außergewöhnlich und schnell lernt man wichtige Personen kennen. Die Handlung baut sich auf und dem Leser wird die Welt des Edge nah gebracht. Der Leser lernt was an Magie wo möglich ist. Im Broken gibt es beispielsweise überhaupt keine Magie. In dieser Welt kann sich nicht mal ein Gestaltenwandler ausleben. Der Weird ist dagegen rein magisch und Bewohner des Broken ahnen nicht einmal von seiner Existenz. Ansonsten sind die Orte recht nebulös gezeichnet, eine genaue Vorstellung fällt anfangs schwer. Das Edge ist das am besten ausgearbeitete, da die Handlung sich hauptsächlich hier abspielt. Die Idee der Autoren, die verschiedenen Welten zu trennen, gestaltet sich als sehr originell und einzigartig.

Der Schreibstil des Autorenpaares ist flüssig und leicht verständlich, allerdings fehlt es hier an Schlagfertigkeit, Humor und Höhepunkten die den Leser fesseln. Die Geschichte ist zwar durchaus gut ausgearbeitet und die Ideen bieten jede Menge Potenzial, dass AHA-Erlebnis und deutliche Akzente fehlten jedoch in „Magische Begegnungen“.

Erzählt wird die Geschichte von Rose aus der Sicht eines Beobachters, der sich auf die Protagonisten konzentriert. Der Leser lernt sie so recht schnell und auch gut kennen und kann ihre Handlungen daher nachvollziehen.

Die Geschichte lebt von ihren Protagonisten, diese sind allesamt hervorragend ausgearbeitet und sehr vielschichtig gezeichnet.

Rose wirkt sehr misstrauisch anderen, Fremden gegenüber, was aufgrund ihrer Lebensgeschichte kaum verwundert. Von den Eltern verlassen, von ihren Freunden fast in die Sklaverei verkauft, ist es schwer wieder Vertrauen zu schaffen. Da sie ohne Papiere ist, sie wurde im Edge geboren, besitzt sie daher die wichtigen Unterlagen die Rose zu einer legalen Bürgerin im Broken machen würden nicht. Dies bereitet zusätzlich Probleme da Rose nur illegal arbeiten kann, dies macht sie von ihrem Arbeitgeber sehr abhängig und Rose ist seinen Launen immer wieder aufs neue ausgesetzt. Ihre sehr starke, für das Edge sehr ungewöhnliche, Magie beschert ihr zusätzlich Einsamkeit. Nur ihrer Großmutter und ihren Brüdern vermag Rose zu trauen.

Als dann Declan aus dem Weird in ihr Leben tritt, ist sie verständlicherweise nicht sehr begeistert, waren es doch die blaublütigen Bewohner des Weird die Rose zu gerne als Gebärmaschine und Sklavin gehabt hätten. Klar dass hier direkt die Funken fliegen und Rose Declan mehr wie misstrauisch gegenüber steht. Die Beziehung der beiden Figuren bringen viel Leben in die Geschichte.

Besonders fallen auch noch Roses Brüder auf. Georgie der als Nekromant zur Welt kam, belebt ständig tote Wesen, u.a. seinen Großvater Clerus der als Untoter nun verdammt ist angekettet in einem Schuppen sein Dasein zu fristen. Gut ist dies nicht für Georgie, die wiederbelebten Wesen rauben seine Lebensenergie.

Jack als Werwesen, er wandelt sich in einen Luchs, macht gerne mal Probleme. Seine tierischen Instinkte leiten ihn oft und er bringt sich dadurch in Gefahr. Ein männlicher Part der ihm neben Rose täte hier gut und so schließt er sich schnell Ceclan an. Rose gefällt dies gar nicht.

Auch die weiteren Charaktere sind von den Autoren vorbildlich lebendig, greifbar und einzigartig konzipiert.

Das Cover ist sehr mystisch schön entworfen worden, ausschließlich in blautönen gehalten ist das Gesicht einer jungen Frau zu sehen aus deren Fingern Nebel entsteigt.



Fazit



„Land der Schatten – Magische Begegnung“ von Ilona Andrews kann trotz der fabelhaften Figurenzeichnung und der interessanten in Parallelwelten geteilten Welt nicht komplett überzeugen. Es fehlt auffallend an Spannung und der Handlung fehlen Höhepunkte die den Leser fesseln. Trotzdem birgt der Roman einiges an Potenzial und der Leser darf gespannt sein wie es im Land der Schatten weitergeht.

Ich werde dem zweiten Teil „Land der Schatten – Spiegeljagd“ erhältlich ab Juni 2011 auf jeden Fall eine Chance geben.



Autor



Hinter dem Pseudonym Ilona Andrews verbirgt sich das Autorenehepaar Ilona und Andrew Gordon. Während Ilona in Russland geboren wurde und in den USA Biochemie studiert hat, besitzt Andrew einen Abschluss in Geschichte. Die Stadt der Finsternis ist ihre erste gemeinsam verfasste Fantasyserie, mit der ihnen auf Anhieb der Einstieg in die New-York-Times-Bestsellerliste gelang.

Mehr Informationen unter www.ilonaland.com



Ausgabe: Kartoniert mit Klappe
Seiten: 448
Originaltitel: On The Edge 01
ISBN: 978-3-8025-8345-2



The Edge - Im Land der Schatten:

1. Magische Begegnung (November 2010)
2. Spiegeljagd (Juni 2011)



©Nadine Warnke
















1 Kommentar:

Colliding Worlds hat gesagt…

Bin gerade beim stöbern über deinen Blog gestolpert und finde ihn toll! Habe mich gleich mal als Verfolger eingetragen.

Was "Magische Begegnung" angeht, ich lese das Buch momentan auch und habe einen ganz ähnlichen Eindruck vom Buch :)

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