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Freitag, 10. Dezember 2010

[Rezension] Blood and Chocolate von Annette Curtis Klause

Die 16 Jahre alte Viviane musste zusammen mit ihrem Rudel nach einen verheerenden Brand bei dem sie ihren Vater verlor, umziehen. In ihrer alten Heimat war man dem Rudel auf die Schliche gekommen, Viviane und das Rudel sind keine Menschen sondern "loup-garous", Werwölfe.
Vivianes Vater war der Anführer des Rudels und mit seinem Tod gibt es im Rudel einige Unruhen, ein neuer Anführer muss dingend her, auch um die Jugendlichen im Griff zu haben. Da ein Anführer mit dem alle Rudelmitglieder einverstanden sind, nicht gefunden wird muss dieser nun durch einen Kampf entschieden werden. Wird dieses Einfluss auf Vivianes Leben nehmen?

Neben Viviane gibt es noch fünf weitere Jugendliche, alles Jungs die schon vor dem Brand für einige Unruhen gesorgt haben und nun völlig außer Kontrolle geraten. Die „Fünf“ würden gerne Vivianes Herz erobern, nicht nur das sie wunderschön ist, auch das ihr Vater Anführe war zieht die Jungs an. Doch Viviane verliebt sich in einem Menschen, Aiden.

Dies wird vom Rudel nicht gerne gesehen, immerhin läuft Viviane so Gefahr das ganze Rudel zu verraten. Eine unproblematische Beziehung ist auch nicht möglich, da Viviane sich zumindest zu Vollmond verwandeln muss, wie soll sie Aiden ihr wahres Wesen begreiflich machen und wie wird Aiden reagieren?



Kritik



Bereits 1997 hat Annette Curtis Klause den Roman „Blood and Chocolate“ geschrieben. Dieser wurde 2007 verfilmt und nun vom Heyne Verlag veröffentlicht.

Erwartet wird nach dem Klappentext eine romantische Liebesgeschichte, diesem kann der Roman leider nicht gerecht werden. Die Beziehung zwischen Aiden und Viviane entwickelt sich schnell und Platz für viel Romantik bleibt da nicht, auch wenn Ansätze durchaus erkennbar sind. Leider fehlt es dabei an Tiefe. Die Bemühungen der Werwölfe Viviane zu gewinnen bleiben dagegen unerkennbar. Zwar reden sie davon sie zu gewinnen, echte Bemühungen Vivianes Herz zu gewinnen bleiben aber völlig aus.

Die Autorin beschreibt die Beziehung zwischen Werwolf und Menschen sehr realistisch, wobei allerdings die Aussage „Fleischjunges“ oft fällt, was beim Leser durchaus befremdlich wirken kann. Positiv fällt auf, dass die Werwölfe nicht romantisch verklärt sondern „artgerecht“ und damit wild und animalisch beschrieben werden. Dem Schreibstil der Autorin kann der Leser leicht folgen, auf detaillierte Beschreibungen verzichtet die Autorin dabei fast völlig. Das Geschehen und auch die Umgebung wirken daher recht oberflächlich und blass konzipiert.

Lobenswert ist, dass die Autorin es schafft eine abschließende Geschichte zu erzählen und auch die Zielgruppe jugendlicher Leser dürfte erfüllt werden.

Die Geschichte wird aus der Perspektive eines Beobachters erzählt, dieser konzentriert sich auf Viviane und den wiederstrebenden Gefühle gegenüber dem Rudel und auch der Beziehung zu den Menschen sind sehr gut erkennbar und verständlich hervorgehoben. Einerseits ist sie auf ihre Gestalt als Wolf sehr stolz, eine Beziehung zu einem Menschen scheint dabei aber so gut wie unmöglich. Da sie sehr in Aiden verliebt ist fühlt sie teilweise sehr zerrissen. Am Tod ihres Vaters fühlt sie sich mit verantwortlich, unter ihren Schuldgefühlen leidet sie. Ihre Mutter ist ihr da keine große Hilfe. Vielmehr gibt diese sich ihren Instinkten hin, die Tochter scheint da egal zu sein.

Die Figurenentwicklung macht sich ansonsten kaum bemerkbar, auch sind die Protagonisten wenig einzigartig konzipiert, das Auseinanderhalten funktioniert fast nur über die Namen. Gerade bei den Werwölfen des Rudels fehlen die charakterlichen Eigenheiten die jedes Wesen einzigartig machen. Trotzdem wirken die Werwölfe sehr realistisch, das tierische überwiegt dabei und die Mitglieder folgen eher den tierischen Instinkten als das sie menschlich wirken.

Viviane ist schon aufgrund der erzählten Perspektive der lebendigste Charakter und die Geschichte stützt sich auf sie. Der Charakter von Aiden ist bemerkenswert überzeugend, wenn auch recht eindimensional entwickelt.

Das Buch erweist sich als absoluter Hingucker, das Cover ist sehr interessant gestaltet. Eine dunkelhaarige junge Frau ist zu sehen und farblich ist das Cover in brauntönen gehalten. Passend dazu ist der Titel und die Autorin eingefügt. Der Klappentext ist allerdings verwirrend, eine magische Liebesgeschichte die Millionen begeistert wird dort versprochen. Leider kann das Buch dieses nur bedingt erfüllen.



Fazit



Blood and Chocolate von Annette Curtis Klause ist eine nette und eine im Genre Fantasy realistische Geschichte die die Erwartungen jedoch nur bedingt erfüllen wird. Aufgrund des Klappentextes erwartet der Leser eventuell zu viel von diesem Buch. Zumindest war dies bei mir der Fall.

Schön fand ich dass die Werwölfe so beschrieben waren wie man sich diese Rasse vorzustellen hat, ohne zu sehr menschlich zu wirken. Auf romantische Verklärung wird hier verzichtet was durchaus eine Abwechslung darstellt.

Einige der dort getroffenen Aussagen fand ich sehr oberflächlich, besonders die Aussage: „Du musst mich doch lieben ich bin doch schön“ die des Öfteren fällt fand ich grenzwertig. Gerade bei Jugendbüchern finde ich wichtig das andere Werte hervorgehoben und vermittelt werden.

Blood and Chocolate ist eine Geschichte, die die paranormalen Wesen einmal von andere Seite beleuchtet, was sehr interessant zu lesen ist und sich so deutlich von der Masse abhebt. Vergisst man bei dem ganzen den Klappentext und geht nicht zu großen Erwartungen an dieses Buch dürfte es durchaus lesenswert und erfrischend anders sein.



Autor



Annette Curtis Klause wurde in Bristol, England geboren und kam als Teenager in die USA. Mit fünfzehn Jahren schrieb sie Vampir-Gedichte, die sie dann auch zu ihrem ersten Roman inspirierten. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in Hyattsville, Maryland, und leitet als Bibliothekarin die Kinderbuchabteilung der Aspen Hill Community Library in Montgomery County.



Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (15. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453266919
ISBN-13: 978-3453266919

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