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Donnerstag, 15. Juli 2010

[Rezension] Nehmt Herrin diesen Kranz - Andrea Schacht

Alyss van Doorne Serie

Köln im Herbst 1402:Eisig geht es im Hause van Doorne zu: Um Alyss ihre Mitgift zurück zuzahlen hat ihr Gatte Arndt ihren geliebten Weingarten verkauft und auch sonst ist von trauten Eheglück nichts mehr zu spüren.
Alyss ist froh, als Arndt sich endlich auf eine seiner langen Handelsreisen begibt.

Ruhe kehrt dadurch allerdings nicht in das Hauswesen der van Doornes ein,. Alyss nimmt für einen Monat den (B)Engel Killian Aldenhoven auf der mit seinen vielen Streichen für viel Aufruhe und Unruhe sorgt.

Auch die Jungfern Leocadie, Lauryn und Hedwigs die sich zur Erziehung im Hauswesen befinden sorgen mit Herzschmerz und diversen Launen nicht gerade zur Ruhe. Besonders Leocadie die auf einen Antrag des Ritters Arbo von Bachem hofft, verzweifelt, als diesem unterstellt wird, Yskalt dem Mörder Robert`s bei seiner Flucht geholfen zu haben. Statt sich zu verteidigen schmollt der Ritter nun.

Sehr zu Alyss Freude kommt John of Lynne wieder nach Köln um seinen Geschäften nach zu gehen.

Als Killian entführt wird und auch Alyss wertvolle Brautkrone verschwindet, steht ihr nicht nur John sondern auch ihr Bruder Marian, die Handlesende Gislindis, die schon aus den Beginenromanen bekannte Trine treu zur Seite um diesen Fall zu klären.

Kritik

„Nehmt Herrin diesen Kranz“ von Andrea Schacht ist der zweite, historische Roman um Alyss van Doorne, der Tochter der ehemaligen Begine Almut von Spiegel.

Die Ereignisse in diesem Roman überschlagen sich direkt von Beginn an und halten den Leser dadurch geradezu in Atem. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive eines Beobachters, der sich diesmal aber hauptsächlich auf die Geschehnisse, weniger auf die Personen und die Orte der Handlung, konzentriert. Der Stil ist flüssig zu lesen und Formulierungen der Zeit um 1400 machen fast glauben, sich in dieser interessanten Zeit zu befinden. Gerade wenn man schon die Beginen-Reihe und auch den ersten Teil um Alyss gelesen hat, hat man das mittelalterliche Köln direkt vor Augen. Sollte man mit „Nehmt Herrin diesen Kranz“ einsteigen dürfte dieses aber schwerer fallen.

Noch bevor der Roman beginnt werden die Protagonisten in einem Personenregister grob erklärt  und zugeordnet.
Ist es sonst bei Andrea Schacht üblich das alle Personen liebevoll gezeichnet und ins Detail beschrieben sind, kommt dieses diesmal etwas zu kurz, da man die Personen aber schon aus dem vorangegangenen Roman „Gebiete sanfte Herrin mir“ kennt mag man dieses verzeihen. Die Protagonisten sind im Handeln sehr überzeugend und liebenswürdig, die Beziehungen untereinander sind klar definiert und lassen kaum Zweifel offen.

Fazit

Wer schon die Bücher um die Begine Almut und den ersten Teil der Alyss-Reihe gelesen hat sollte auf jeden Fall auch zu „Nehmt Herrin diesen Kranz“ greifen und sich in das mittelalterliche Köln entführen lassen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen und die Spannung kommt nicht zu kurz. Auch die Beziehungen der Protagonisten bauen sich weiter auf und lassen auf den nächsten Teil um Alyss hoffen.

Mir hat, als Fan der Reihen, dieser Roman sehr gut gefallen und ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können.

Die Reihen

Beginen Reihe:

Der dunkele Spiegel
Das Werk der Teufelin
Die Sünde aber gebiert den Tod
Die elfte Jungfrau
Das brennende Gewand

Alyss Reihe:

Gebiete sanfte Herrin mir
Nehmt Herrin diesen Kranz


Autorin


Andrea Schacht arbeitete als Wirtschaftsingenieurin, bevor sie sich der Leidenschaft ihrer Jugend zuwandte: dem Schreiben. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Begine Almut eroberten die Leserherzen im Sturm. Die SPIEGELonline-Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn.


 
Nadine Warnke

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