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Dienstag, 2. Februar 2010

Nicht schon wieder ein Vampir von Tate Hallaway

Nachdem sämtliche Mitglieder und Freundinnen Ihres Hexenzirkels von den Hexenjägern des Vatikans ermordet wurden, flieht Garnet (nach einem Edelstein, dem Granat benannt) Lacey nach Wisconsin, nicht ohne vorher Rache zu nehmen, sie ruft die Göttin Lilith um Hilfe.

In Wisconsin arbeitet Garnet, als Geschäftsführerin,  in einem okkulten Buchladen, denn wer würde genau da schon eine echte Hexe vermuten? Außer der Astrologie hat Garnet allem magischen abgeschworen um Lilith, die sich nun mit ihr ihren Körper teilt, in Schach zu halten. 

Eines Abends als Garnet gerade den Laden schließen will betritt ein Mann - Sebastian von Traum, äußerst in Eile den Laden und fragt nach einer bei Vollmond geernteten Alraune. Da doch recht selten nach dieser Wurzel gefragt wird, nimmt Garnet diesen etwas genauer unter die Lupe. Sie stellt fest dass er über keine Aura verfügt, demnach tot sein muss. Sie tippt auf einen Vampir, aber warum kann er sich bei Tageslicht im Freien aufhalten? Da sie keine Alraunen auf Lager hat bestellt sie ihm das gewünschte. Sebastian, der findet Garnet sähe schwach aus, lädt sie in das Cafè nebenan ein und bei der Gelegenheit versucht Garnet ihn aus zu horchen. Das er ein Untoter ist steht außer Frage, aber weiß er davon? 

Nachdem Sebastian das Cafè verlasen hat redet sie noch mit ihrer Freundin Izzy, die das Cafè leitet über Sebastian als sie von einer angeblichen Immobilienmaklerin auf ihn angesprochen wird. Ihr Gefühl wittert Gefahr daher bleibt sie reserviert. Als die Frau das Cafè verlässt bemerkt Garnet eine Tätowierung, 22:18. Diese ist ihr wohl bekannt, damit ist eine Textstelle im zweiten Buch Mose gemeint die besagt: „Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen“. Damit wird klar dass diese eine Jägerin im Auftrage des Vatikans ist.

Sie macht sich direkt auf den Weg Sebastian zu warnen, dank einer Visitenkarte weiß sie wo er zu Finden ist. Bei ihm angekommen macht sie erst einmal Bekanntschaft mit Sebastians Poltergeist Benjamin.

Garnet warnt Sebastian vor den Hexenjägern des Vatikans, dieser nimmt die Warnung aber nicht allzu ernst. Die beiden kommen sich näher und als ein Unwetter aufzieht bleibt Garnet auch über Nacht und erfährt so manches über Sebastians Geheimnisse. Er ist nicht nur Vampir sondern auch Alchimist, daher kann er sich auch am Tage frei bewegen. Die Mixtur hat er in einem Grimoire nieder geschrieben. Um an dieses Buch zu kommen übernimmt Lilith die Macht über Garnet`s Körper und stiehlt das Buch womit Garnet überhaupt nicht einverstanden ist.

Kritik

Mit Ihrem Debüt Roman „Nicht schon wieder ein Vampir“ hat Tate Hallaway einen Roman geschrieben das von der ersten Seite an fesselt.

Die Hauptprotagonistin Garnet ist sehr gelungen entworfen, mit ihrer chaotischen und verschroben Art war sie mir sofort sympathisch. Der Aspekt dass sie ihren Körper mit der „Killergöttin“ Lilith teilt und wie sie versucht diese unter Kontrolle zu halten, ist unterhaltsam und faszinierent dargestellt.
Sebastian, der alchimistische Vampir, ist vielseitig dargestellt. Natürlich lässt er als der männliche Held auch die Herzen höher schlagen.
Auch die anderen Charaktere sind ansprechend gezeichnet und die Beziehungen untereinander klar beschrieben. Teilweise wäre manchmal mehr Tiefe der einzelnen Personen zwar schön gewesen, aber da dies der erste Teil war, ist ja noch jede Menge Potenzial möglich.

Der Plot ist etwas ganz neues, das Auftauchten einer modernen Inquisition etwas ganz anderes in diesem Genre. Action und Spannung kamen nicht zu kurz so dass man die ganze Zeit mitfiebert und das Buch kaum beiseite legen mag. Die ganze Handlung ist zudem sehr Abwechslungsreich ohne völlig abzugleiten. Erotik und Humor kommen ebenfalls nicht zu kurz. Aufgrund der teilweise neuen Ideen hebt der Roman sich deutlich der Masse ab. Erzählt wird der Roman aus der Ich-Perspektive.

Besonders hierbei ist auch das sich die Kapitelüberschriften in astrologischen Häusern aufteilen, dies mag auch daran liegen das die Autorin Amateur-Astrologin ist.

Fazit

„Nicht schon wieder ein Vampir“ von Tate Hallaway ist der gelungene Auftakt zu einer neuen Serie die sich durch außergewöhnliche Ideen hervorhebt. Der Roman lässt sich sehr leicht und flüssig lesen.

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil „Beiss noch einmal mit Gefühl“ der im Mai 2010 erscheint.

Autor

Tate Hallaway ist Amateur-Astrologin, praktizierende Hexe und Vampir-Fan, seit sie in der Highschool die Horror-Romane von Poppy Z. Brite gelesen hat. Sie lebt heute in Minnesota.

Nadine Warnke






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