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Mittwoch, 6. April 2011

[Rezension] Die Chroniken vom Anbeginn 01 - Emerald von John Stephens

Kate P. ist gerade vier Jahre alt, als an Weihnachten ihre Mutter an ihr Bett tritt und sich von ihrer ältesten Tochter verabschiedet, sie beschwört Kate noch, auf ihre beiden jüngeren Geschwister Michael und Emma gut aufzupassen. Kates Mutter hinterlässt ihr noch ein Medaillon und ist verschwunden.

Damit beginnt für die Geschwister P., ihren wahren Nachnamen kennen sie nicht, eine 10 jährige Odyssee durch verschiedene Kinderheime. Aus dem letzten fliegen sie als sie sich weigern adoptiert zu werden, alle drei glauben fest daran, dass ihre Eltern wieder auftauchen und die Familie wieder vereint ist.

Die Heimleitung ist danach nur noch daran interessiert, die drei Geschwister so schnell wie möglich loszuwerden. So landen Kate, Michael und Emma schließlich in Cambridge Falls, in dem Kinderheim von Dr. Pym. Dieses befindet sich in einem finsteren Herrenhaus und die Geschwister sind die einzigen Kinder dort. Aber nicht nur dies gibt den Kindern das Gefühl, das irgendetwas nicht in Ordnung ist. Nicht nur das Cambridge Falls trotz hoher Berge, aus der ferne nicht sichtbar ist, auch strahlt der Ort eine tiefe Traurigkeit aus und Kinder scheint es dort nicht zu geben.

Kate, Michael und Emma beginnen ihre neue Heimat zu erforschen und finden in einer geheimen Bibliothek ein magisch grün schimmerndes Buch. Von Abraham, D. Pyms Hausmeister haben die Kinder ein Foto bekommen das Cambridge Falls vor ca. 15 Jahren zeigt. Zufällig fällt dieses auf eine der leeren Seiten des Buches und eher die Kinder verstehen was passiert befinden sie sich in der Vergangenheit die das alte Foto zeigte.

Die drei Geschwister befinden sich auf einer Lichtung, zusammen mit vielen anderen Kindern und begegnen hier erstmals der „Gräfin“ und ihren Soldaten, den untoten „Kreischern“. Den Geschwistern fährt der Schreck in die Glieder, schnell wird klar das die „Gräfin“ eine sehr böse Frau sein muss. Mit einem Foto ihrer Zeit wollen Kate, Michael und Emma wieder flüchten … nur leider bleibt bei dieser Flucht Michael in der Vergangenheit zurück!


Kritik


Mit Emerald – Die Chroniken vom Anbeginn hat John Stephens seinen Debütroman in der Jugendliteratur vorgelegt. Weltweit wird dieser am 06. April 2011 veröffentlicht. Die Chroniken vom Anbeginn der Zeit sollen drei Bände umfassen.

John Stephens ist hier eine Mischung aus neuen Ideen und Altbekanntem geradezu perfekt gelungen. Mit einem flüssigen Schreibstil einführt uns der Autor in das spannende Abenteuer, das die Geschwister Kate, Michael und Emma zu bestehen haben. Ausführlich und atmosphärisch dicht werden die Umgebung und auch die verschiedenen Stimmungen beschrieben und der Autor legt hier besonders viel wert auf eine abwechslungsreiche, aber nie unverständliche Sprache. Einen feinen Humor hat der Autor ebenfalls nicht zu kurz kommen lassen, was die Geschichte umso lebendiger wirken lässt.

Die Idee der Zeitreise ist bestimmt nichts Neues, dennoch tragen die Zeitsprünge in Emerald zum Lesevergnügen bei und machen das Abenteuer um ein vielfaches unterhaltsamer und abwechslungsreicher. Offene Fragen und unverknüpfte Fäden sind hier kaum zu finden, gerade durch die Erklärungen des Dr. Pym gegenüber den Geschwistern werden viele Fragen geklärt.

Erzählt wird die abenteuerliche Geschichte aus der Sicht eines Beobachters der gekonnt zwischen den Charakteren hin und herspringt, dies mag verwirrend klingen, ist es aber keinesfalls. Geschickt sind diese Sprünge gegliedert und tragen so dazu bei, dem umfassenden Geschehen folgen zu können.

Die Kapitelunterteilung ist liebevoll gestaltet, das Bild aus dem Cover bildet den Hintergrund für die einzelnen Überschriften.

Besonders viel Liebe hat der Autor auch in die Zeichnung seiner Protagonisten gesteckt, lebendig, vielschichtig und mit einem nachvollziehbaren Hintergrund sind die einzelnen Figuren konzipiert.

Allen voran die Geschwister Kate, Michael und Emma. Kate die aufgrund der von ihrer Mutter auferlegten Verantwortung die Geschwister zusammenzuhalten sehr früh reifen musste. Kate wirkt trotz ihrer gerade mal 14 Jahre sehr vernünftig und erwachsen und trägt oftmals schwer an der Verantwortung. Sie, die sich als Einzige noch deutlich an ihre Eltern erinnern kann, vermisst diese sehr.

Michael ist ein sehr kluger Junge, der sehr belesen ist und so über ein umfassendes Allgemeinwissen verfügt. Besonders interessiert ist er an Zwergen, ist doch ein altes Buch dieser Rasse das Einzige, was ihm von seinem Vater blieb. Um nichts zu vergessen, schreibt er sich alles auf und erntet damit oftmals Spott.

Die 11 Jahre alte Emma ist die Kämpferin der Geschwister, niemals um eine spitzfindige Bemerkung verlegen, scheut sie auch keinen Kampf. Mutig stellt sie sich ihren Aufgaben.

Aber auch wenn es nicht immer so scheint, die Geschwister halten in Notsituationen zusammen wie Pech und Schwefel. Zusammen reifen die Geschwister und für so manche Überraschung in der Entwicklung ist gesorgt.

Eine große Rolle spielt auch Dr. Pym, ein geheimnisvoller Zauberer, der so einige Antworten parat hat.

Auch die weiteren Figuren wie die Zwerge, Emmas Freund Gabriel und sin Volk, aber auch die böse Gräfin und ihre Untertanen sind glaubwürdig und vielschichtig und ausklügelt dargestellt.

Fazit

Mit dem Auftakt seiner Trilogie um die Chroniken vom Anbeginn „Emerald“ (Smaragd) hat der Autor John Stephens eine atmosphärische Geschichte geschrieben die nicht nur Jugendliche in ihren Bann ziehen wird. Abseits des Mainstreams hat der Autor eine Geschichte erzählt, die nicht nur unglaublich spannend ist, sondern auch wichtige Werte, wie den Zusammenhalt und die Freundschaft vermittelt.

Jugendliche sowie auch erwachsene Leser der Fantasy dürften mit diesem Roman einige spannende Stunden erleben.

Schon jetzt freue ich mich auf die beiden weiteren Teile um die liebenswerten Geschwister und die neuen Freunde der Drei. Geplant sind die Folgebände jeweils im März der Jahre 2012 und 2013.


Autor


John Stephens ist als Drehbuchautor und Produzent bekannt geworden. Er wirkte nach seinem Studium an so erfolgreichen Fernsehserien wie Gossip Girl oder Gilmore Girls mit. Erst Philip Pullmans Goldener Kompass-Trilogie brachte ihn schließlich auf die Idee, sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu widmen. „Emerald“ ist der erste Band seiner Trilogie der „Chroniken vom Anbeginn“, die weltweit noch vor Erscheinen bereits in 32 Länder verkauft wurde.



Originaltitel: The Emerald Atlas - Books of Beginning
Originalverlag: Random House, US
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
Mit Illustrationen von Jon Foster
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 464 Seiten,
ISBN: 978-3-570-15292-8
http://www.cbj-emerald.de/buecher.html



©Nadine Warnke

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Das hört sich sehr vielversprechend an. :)

Lg, Sabine

jucele`s World hat gesagt…

ist es auch :), kann es nur empfehlen (liebäugel schon mit dem Hörbuch, oje)

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